[renn.tv] Motorsport / Rennsport Blog von Mike Frison facebook.com/renntv twitter.com/renntv RSS Feed für Mike's Blog | renn.tv instagram.com/renntv
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Sonntag, 14. Februar 2016

  • Darf man für einen Rennsieg seine Gesundheit opfern? Oder für einen zweiten Platz?

    Wer bestimmt den Preis, den ein Rennfahrer gesundheitlich zu bezahlen hat?

    Das Rolex24 Rennen in Daytona war sensationell - wer dabei war, wird es bestätigen und ich hatte auch die gelungene internationale Übertragung gelobt.

    Dass Rennfahrer hohe Risiken eingehen und auch ihr Leben auf’s Spiel setzen - das bringt der Rennsport unvermeidlich mit sich. Da nützen auch alle Sicherheitsverbesserungen der letzten Jahrzehnte nichts: wer das Limit auslotet bei hohen Geschwindigkeiten, der weiss gewöhnlich worauf er/sie sich einlässt.

    Max Angelelli - 3.Mann im Team der beiden Taylor-Brüder - hat in Daytona die Diskussion um eine neue Dimension erweitert: Während seines Schluss-Stints hatte er so stark mit Abgasen im Auto zu kämpfen, dass er am Rande der Bewusslosigkeit das Rennen zuende gefahren ist - so wie er selber angegeben hat, konnte er Kontrahenden und selbst die Zielflagge nicht mehr wahrnehmen.

    Das Team von Wayne Taylor hat den Zeitablauf veröffentlicht, um den Eindruck zu entkräftigen, dass man den Fahrer absichtlich auf der Strecke halten wollte. Graham Goodwin hat es in seinem Bericht ergänzt.

    Auf der Homepage des Teams allerdings wird nüchtern und verharmlosend mit dem Ablauf umgegangen:

    Angelelli did his best to try and close the gap when he took the wheel for the final 42 minutes of the race, but the No. 2 Patron car was not to be caught. Angelelli did cross the finish line 61 seconds ahead of the third-place-finishing No. 90 Spirit of Daytona Corvette DP of Ryan Dalziel, Marc Goosens and Ryan Hunter-Reay, the only other team to complete all 736 race laps.

    During Angelelli’s final stint, the engine sustained a broken header which directed fumes into the cockpit. Angelelli soldiered on, nonetheless, all the way to the checkered flag. But, dehydrated and thoroughly exhausted, he was taken to a local hospital overnight for observation. Doctors released him early Monday feeling 100 percent and he has since returned home to Italy.

    Wir wissen alle genau, wie Rennfahrer zu Kampfmaschinen mutieren, wenn sie den Helm anziehen. Und wenn Gase im Cockpit die Sinne vernebeln, dann liegt es am Teamchef besonnen und weitblickend Entscheidungen zu treffen.

    Dehydrated und exhausted war er ganz sicher - schließlich ist es ein 24h-Rennen und keine Spazierfahrt. Aber vergiftet war er offensichtlich auch - und da hört der Spaß auf.

    Bei Fragen zur Gesundheit darf es meiner Meinung nach keine Kompromisse geben. Die Fahrer - bis in die Haarspitzen aufgeputscht mit Adrenalin und Kampfeslust - mögen das in der Hitze des Gefechtes und bei benebeltem Geist vielleicht anders sehen. Aber mir als Zuschauer, der den Spaß am Sport genießen möchte, vergeht die Lust an solchen Ereignissen, die - wenn man es mal in’s Verhältnis setzt - es einfach nicht wert sind. Das hätte nicht nur für den Fahrer, sondern auch für Unbeteiligte schlimm enden können - und dabei ging es nichtmal um den Sieg, sondern nur um den 2.Platz. An dritter Stelle lag sogar eine identische Corvette DP.

    Da gibt es auch nichts zu verniedlichen - Kohlenmonoxidvergiftung ist nicht einfach nur stickige Luft, sondern lebensgefährlich:

    Bereits eine Konzentration von 1% Kohlenmonoxid in der Umgebungsluft bewirkt den Todeseintritt binnen weniger Minuten. Denn Hämoglobin bindet das Giftgas 200-mal stärker als Sauerstoff und reichert sich daher schnell im Blut an. Deshalb führen schon niedrige Konzentrationen zur Kohlenmonoxidvergiftung.

    Folgeschäden nicht ausgeschlossen.

    Rolex24 | Taylor | Kohlenmonoxid | Abgas |


Freitag, 12. Februar 2016

Donnerstag, 11. Februar 2016

  • Geschäftsführerschwund am Nürburgring.

    Nachdem Adam Osieka kürzlich von den Russen rausgekantet wurde, haben sie jetzt auch Carsten Schumacher vor die Tür gesetzt.

    Es gibt weder eine offizielle Info noch einen nominierten Nachfolger. Man muss kein Hellseher sein, um die pechschwarzen Wolken zu sehen, die pünktlich zum Saisonstart in Nürburg aufziehen.

    Ich wünsche mir, dass der unvermeidliche Knall wenigstens vor Mitte März stattfindet, damit bei den Landtagswahlen die Regierung aus den Büros katapuliert wird. Idealerweise ohne Umweg direkt auf die Karthause.

    Apropos Zuchthaus: was ist denn jetzt mit Ingolf Deubel? Potentiell läuft doch hier ein Schwerverbrecher frei herum, der weggesperrt gehört.

    CarstenSchumacher | Osieka | Geschäftsführer |


Dienstag, 09. Februar 2016

Sonntag, 07. Februar 2016

  • Spannendes Bathurst 12h-Rennen.

    John Hindhaugh hat es nach dem Rennen passend zusammengefasst: This is a world class event! … und damit meine Theorie bestätigt, dass sich auf Dauer weltweit pro Wochenende jeweils ein Highlight herauskristallisieren wird, auf das sich die Aufmerksamkeit konzentriert.

    Und dieses Wochenende war das - zu Recht - das 12h-Rennen in Australien.

    Spannend bis zur letzten Runde, am Ende trennten die Verfolger (Nissan GT-R) vom Gewinner (McLaren 650S) genau 1,267 Sekunden. Nach 12 Stunden Rennen!

    Bentley wurde Dritter und der Phoenix Audi aus Meuspath Vierter - und alle Vier waren noch in der Runde der Gewinner.

    Wer das Rennen verpasst hat, kein Problem - hier kann man sich die kompletten 12 Stunden noch einmal anschauen. Was für ein Service!

    Überhaupt, die Übertragung war vom Feinsten.

    Bei mir lief der Stream - in 1.080p HD - auf dem iPad, Timing und Twitter auf dem Computer. Bin auch nicht der einzige mit so einem Setup.

    Es gab sogar jemanden, der hat sich die Mühe gemacht den per Scanner abgefangenen Funk der Teams und der Racecontrol zu streamen. Wow. Aber da war ich überfordert - braucht man ja 3 Paar Ohren! Trotzdem, je mehr Info desto besser. Die internationale Community sorgt mit diesem Input dafür, dass keine Frage unbeantwortet bleibt.

    Twitter hat im Moment die Nase vorne, wenn es darum geht die Renngemeinde zu vereinen. Ein gemeinsamer Hashtag - in diesem Falle B12Hr - reicht, damit alle zueinander finden.

    Da gesellen sich dann auch schonmal so Leute dazu wie die Franchittis - das wäre bei einem Forum oder ähnlichem nicht so problemlos möglich.

    Bathurst wird gerne mit der Nordschleife verglichen - zwar nicht so lang, aber ähnlich in die Natur und Berge eingebettet.

    Diese Einstellung:

    könnte auch von der Antoniusbuche stammen.

    Oder die hier Metzgesfeld?

    Im Gewinner McLaren saß u.a. Shane van Gisbergen aus Neuseeland - diesen Artikel über ihn bei Jalopnik hatte ich hier schon einmal verlinkt.

    Krasser Typ, bei dem sich McLaren schonmal bedanken darf, nach über 20 Jahren ein Langstreckenrennen zu gewinnen. Man kann auch nicht gerade sagen, dass es einfach gewesen sei. Der Wagen hat auch einmal ordentlich gezickt und musste während dem Rennen auf der Strecke rebootet werden - kein Witz! Der Neustart hat 45 Sekunden gedauert.

    Twitter Handle der Fahrer werden heute übrigens schon völlig selbstverständlich eingeblendet - das gehört zum guten Ton und ist wichtiger als z.B. die Homepage:

    Also bei Rennen im Ausland von Leuten, die etwas davon verstehen. Beim DSMB unvorstellbar - wie soll man da auch einen Eingangsstempel draufmachen und abheften?

    Der McLaren hat optisch eine gute Figur abgegeben:

    und ist - wie in der VLN die Dörr McLaren auch - auf Pirelli gelaufen.

    Bentley war mit 2 Autos am Start - meine Güte sind das Kühlschränke. Da wird sogar der GT-R blaß.

    Ich habe mal aus Spaß aus diesem Bild - als im Stream der Audi auf der gleichen Höhe mit dem Bentley war - die beiden übereinandergelegt:

    Ist doch nicht normal.

    Die GT3 sind inzwischen reine Werks-Prototypen. Die Teams werden reduziert auf ihre Rolle als Einsatzteam, denn wenn einmal homologiert, dann darf der Wagen nicht mehr verändert werden.

    So wurde schon am Nürburgring die Selbstbauerszene ausgerottet, weil die SP7/8 vom Reglement her den SP9 (= GT3; das ist ein Witz, dass die auch SP genannt werden) untergeordnet wurden. Damit kein Privatteam gegen die Werke gewinnen kann - wo kämen wir denn da hin!

    Ich bin immer neidisch auf die australische V8 Serie, die mit dem Konzept Blechautos mit viel Leistung und wenig Aero sagenhafte Rennaction bietet.

    Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass Romolo Liebchen den Audi GT Bereich verlässt. Aber nicht ohne der V8 noch einen mitzugeben: wenn es nach ihm ginge, dann würden sie durch GT3 ersetzt werden. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich geht es wieder mal nur darum möglichst viel Geld für Audi zu verdienen - je mehr GT3 Meisterschaften umso besser. Ich hoffe in Down Under sind sie weise genug zu erkennen, was für eine geile Rennserie sie mit den V8 haben. Damit sie nicht den Fehler wie in der Nürburgring Langstrecke begehen, wo die sündhaft teuren GT3 inzwischen lähmend über den Privatteams liegen und zusätzlich durch ihren Speed die Nordschleife als Rennstrecke gefährden.

    Apropos VLN: Patrick Simon war auch am Start in einem privaten Mercedes (der mit der Martini Beklebung) - ist aber leider verunfallt. Ansonsten war er gut unterwegs, das war schade.

    War sowieso ein hartes Rennen - von den 36 Startern sind nur 20 ins Ziel gekommen.

    Was mich auch überrascht hat, dass kein BMW und nur 2 Porsche (Cup S) bei den GT3 dabei war.

    Das Bathurst Rennen zählt nämlich zur neuen International GT Challenge, die Stephane Ratel ins Leben gerufen hat. Es sind nur 3 Rennen und 24h Spa gehört dazu ebenso wie Sepang 12h. Es ist das erste Jahr in dem das stattfindet, soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Eingetragen sind Audi, Bentley, McLaren und Mercedes - sie dürfen jeweils 4 Autos pro Rennen nominieren. Und darum geht’s natürlich wieder einmal: dass die Hersteller mehr GT3 Autos verkaufen bzw. einsetzen und ihre Erfolge vermarkten können.

    Trotzdem - unter´m Strich war Bathurst nach den grandiosen Rolex24 in Daytona schon das nächste Highlight im Endurance Kalender, so kann es ruhig weitergehen!

    Dass inzwischen einige Veranstalter erkannt haben, dass mittelfristig nur über eine internationale Audience ein Rennen fest etabliert werden kann, das stimmt mich positiv. Auch wenn das Schnarchen des ADAC Nordrhein mit seinem selbst gefeierten RTL TV Vertrag die deutsche Rennsport-Landschaft erschüttert - international wird inzwischen in einer anderen Liga gespielt und wer nicht abgehangen werden will, wird sich zwangsläufig den geänderten Anforderungen stellen müssen.

    Bathurst | Gisbergen | Liebchen |


Freitag, 05. Februar 2016

  • Le Mans Starterliste 2016 mit 60 Fahrzeugen.

    Heute hat der ACO bei einer Pressekonferenz die 2016er Starterliste veröffentlicht. Statt 56 gehen dieses Jahr 60 Teilnehmer an den Start: 9 LMP1 (davon je 2 Audi, Porsche, und Toyota), 22 LMP2 und 28 GT (je 14 AM und 14 PRO).

    Ford tritt mit insgesamt 4 GT in der PRO Kategorie an, also nicht nur die beiden WEC Fahrzeuge, sondern zusätzlich auch die beiden aus der IMSA Serie.

    Und Toyota hat kürzlich sein 2016er Auto vorgestellt - gefällt mir sehr gut!

    UPDATE:

    Der Toyota auf dem Bild ist noch der TS040 - das Nachfolgemodell TS050 wird erst bei den Tests in Paul Ricard vorgestellt. (Danke!)

    LeMans | LM24 | FordGT |


Mittwoch, 03. Februar 2016

  • Motorsport-Übertragungen in der Zukunft.

    Wir erleben gerade eine sehr spannende Phase, denn viele althergebrachte Traditionen in der Übertragung von Motorsport-Veranstaltungen werden durch moderne Ansätze abgelöst. Rolex24 hat die Latte wieder etwas höher gelegt mit einer durchdachten IMSA Live-App, Bathurst kündigt erweiterte Timing-Funktionen an - während das 24h-Rennen am Ring bzw. ADAC Nordrhein bzw. Wige meint, dass ein neuer TV Vertrag das Gelbe vom Ei sei. Und MotoGP will uns 21 USD für eine Timing App abknöpfen!

    Durch die an Fahrt gewinnenden technischen Möglichkeiten der Rennübertragungen sind völlig neue Konkurrenzsituationen entstanden. Eine etablierte Veranstaltung wie Dakar sieht sich auf einmal mit einem Endurancerennen in Dubai konfrontiert und Schwergewichte wie MotoGP, Formel 1 oder Le Mans bemühen sich in fremden Gewässern zu fischen, denn neue Anhänger zu gewinnen und damit zu wachsen, wird zunehmend schwieriger. Da gräbt man dann schon-Motorsport-Fans bei existierenden Veranstaltungen ab.

    Ein weiterer Aspekt ist, dass sowohl die Werbetreibenden als auch die teilnehmenden Marken global auf allen Märkten vertreten sind. Ein Rennen in Australien macht z.B. für Audi oder Aston Martin genauso viel Sinn wie ein Rennen in Amerika, Asien oder Europa. Und noch viel mehr Sinn macht es, wenn es den Veranstaltern gelingt, ein weltweites Publikum zu erreichen.

    Der Rolex24 Hashtag war am Sonntagmorgen trending - in Deutschland! Alles richtig gemacht Daytona.

    Zusätzlich kommt es den Verantwortlichen zugute, dass es auch den Zuschauern einfacher gemacht wird zueinander zu finden. Wo man früher gut versteckte Special Interest Foren ausfindig machen musste, reicht es heute den richtigen Twitter Hashtag zu kennen.

    Die Fahrer, die natürlich auch in einer besonderen Konkurrenzsituation zueinander stehen, haben den Trend als erste erkannt und arbeiten fleissig daran ihre Follower zu bedienen. Als ich 2013 zum ersten Mal die Social Media Aktivitäten des kompletten Le Mans Starterfeldes untersucht habe, war das Thema noch relativ jungfräulich. Heute veröffentlicht der ACO Twitter/Facebook/Homepage aller Teilnehmer mit gelassener Selbstverständlichkeit. Besonders engagierten Fahrern gelingt es ihren Marktwert durch ihre eigene Reichweite nach oben zu kurbeln - im Windschatten von Ken Block, der es allen vorgemacht hat.

    Schöne neue Welt, doch sie birgt auch einige Risiken. Denn das Jahr hat nur 52 Wochen und es kommt zwangsläufig zu Überschneidungen. Wem es gelingt, den Fan für die gesamte Saison zu begeistern, der sitzt bei solchen Konflikten in der Pole Position.

    Es ist immer noch alles im Fluss und sortiert sich - eine gute Gelegenheit für die Serien, sich zu profilieren. Als Zuschauer steht man nämlich immer noch vor dem Problem, auf Anhieb die richtigen Quellen für den perfekten Renngenuss zu finden. Auch kommen die Zuschauer mit unterschiedlicher Vorbildung, was es den Kommentatoren nicht einfacher macht, den richtigen Informationsgrad zu finden. Merkt man jedesmal erschreckend bei RTL und F1, wobei sich auch die Theorie tapfer hält, dass die es einfach nicht besser wissen.

    Was wäre also das optimale Setup? Veranstaltungen müssen zwingend kostenlos (!) und weltweit (!) frei empfänglich sein. Wer das versteht, wird sich durchsetzen und andere verdrängen - und damit die Reichweite in die Höhe schrauben.

    Über die hohe Reichweite wird die Vermarktung erzielt, denn für die Sponsoren der Teams und der Serie an sich ist das die einzige Kenngröße, die zählt. Wer hier vorne mit dabei ist, kann die Reklamekosten diktieren!

    Wenn die etablierten Serien die Zeichen der Zeit nicht bald erkennen, dann sind sogar Newcomer Serien in der Lage ihnen das Wasser abzugraben. Wenn sie von Anfang an mit dem richtigen Konzept (s.o.) die Zuschauer fesseln und an sich binden. Der Druck auf die Veranstalter wird sich weiter erhöhen, denn Werbetreibende fordern möglichst hohe Reichweiten.

    Goldene Zeiten für Motorsport-Zuschauer - auch wenn einige Serien noch hinterherhinken. In diesem Zusammenhang könnte man den N24h TV Vertrag zwar nett finden, aber viel wichtiger sind Stream, Timing und Hintergrundinformationen für eine globale Zuschauerschaft. Und solange es an den essentiellen Grundlagen krankt, sollte man sich nicht mit so etwas nebensächlichem wie TV Rechten aufhalten. Diese nützen nämlich nur einem: demjenigen, der sie verkauft. Sowohl Zuschauer als auch Veranstaltung wäre mit frei und stabil laufendem Stream viel mehr geholfen!

    Vor ziemlich genau 3 Jahren habe ich das Thema schon einmal aufgegriffen und die Situation prognostiziert, die wir heute erleben. Inklusive den Essentials, die das 24h-Rennen braucht, um sich international durchzusetzen.

    Da steht nichts von neuem TV-Vertrag.

    Geoblocking | DigitalGrid | Stream | Hashtag | Prognose |


Montag, 01. Februar 2016

  • Kruses on Tour.

    Ihr kennt doch alle den Kai. Mit dem ich schon so einiges erlebt habe. Der immer eine gute Wagenlänge außerhalb der Komfortzone unterwegs ist und sich jedem Konflikt breitbeinig in den Weg stellt.

    Der hat am Wochenende seine Familie eingepackt und ist jetzt 5 Monate auf Weltreise. Einfach so.

    Nicht reden - machen.

    Und damit wir alle was davon haben, hat er sich breitschlagen lassen ein Instagram Konto in den nächsten Monaten zu füttern: instagr.am/krusesontour.

    Wer hätte das gedacht!? Also dass der Kai mal Social Media macht?!

    KaiKruse |


Sonntag, 24. Januar 2016

  • Treffen von Interessengemeinschaft Langstrecke und Streckensicherung.

    ILN:

    Ein großer Schritt für ein besseres und verständnisvolleres Miteinander. Am gestrigen Freitag gab es eine erste gemeinsame Sitzung aller Abschnittsleiter Streckensicherung Nürburgring mit Teilnehmern der Fahrer AG, ILN, VLN und CNG. Unter anderem wurde der Code 60 Vorschlag der Fahrer AG besprochen. Nach Erklärung durch die Fahrer AG und anschließender intensiver Diskussion wurde der Code 60 Vorschlag ohne Gegenstimme von den Abschnittsleitern angenommen. Somit ist der Weg für die neue Code 60 Regelung geebnet (doppelt Gelb max 120 km/h, ab Code 60 Flagge max 60 km/h). Es war wichtig, dass neben den Fahrern auch die Streckensicherung für die neue Regelung Code 60 steht. Der DMSB wurde über diese Entscheidung informiert. Wir gehen davon aus, dass eine Bestätigung des DMSB nunmehr kurzfristig erfolgen wird.

    DMSB | Langstrecke | Interessengemeinschaft |


  • 15 Jahre renn.tv

    Die URL habe ich am 24.Januar 2001 registriert - hat sich einiges verändert seitdem!


Freitag, 22. Januar 2016

  • Vor 10 Jahren hat Toto Wolff die 24h Dubai gewonnen.

    Hättet Ihr’s gewusst? Zusammen mit Quester/Peter/Stuck, es war das erste 24h Rennen in Dubai:

    (Toto Wolff, Philipp Peter, Dieter Quester, Hans Joachim Stuck)

    (Toto Wolff)

    War ein schöner Auftakt damals - inzwischen hat sich das Rennen fest etabliert. Damals wie heute ist der Winterevent in der Wüste eine gute Gelegenheit mal was anderes zu sehen!

    Auf dem Siegerfoto oben läuft mir Horst Vieselmann durch’s Bild (der mit den Rasierklingen unter den Armen) - aber viel lustiger ist das Bild, das mich erst Monate später erreicht hat:

    Den Mike zeitgleich in flagranti erwischt! Dazu muss man wissen, dass da damals wirklich kaum Zuschauer auf der Tribüne saßen.

    Der E46 im Red Bull Design machte eine wirklich gute Figur:

    Und hat ja dann auch …

    gut durchgehalten:

    Falls Ihr noch mehr in der Vergangenheit wühlen wollt: meine Bilder aus Dubai von 2006 sind in der Fotoabteilung und im Forum haben wir uns damals ausgetauscht.

    Wo wir gerade dabei sind: Toto Wolff und ich haben uns dann ein paar Jahre später wiedergesehen:

    Mit eher unerwartetem Ausgang:

    youtu.be/aOQ_6TM_3Ac

    Ist zum Glück nur Material zu Schaden gekommen - Auto und Kameras waren aber ziemlich fritte.

    Kleine Welt in der wir leben - schon witzig, wie sich die Leute entwickeln. Nein, auf das Thema Stuck gehe ich lieber nicht ein ;)

    Wolff | Dubai |


Mittwoch, 20. Januar 2016

  • ML Dreyer im Postillon.

    Na das ging ja schnell!

    SPD und Grüne halten sich so lange die Augen zu, bis AfD verschwunden ist.

    Ist die AfD bald Geschichte? Mit einer neuartigen Taktik wollen die Regierungsparteien Grüne und SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dafür sorgen, dass die “Alternative für Deutschland” beim Wähler keine Chance hat: Sie halten sich ganz einfach so lange die Augen zu, bis die AfD von alleine verschwunden ist. “Sind sie schon weg? Kann ich wieder gucken?”, fragt Winfried Kretschmann (Grüne) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), und linst vorsichtig zwischen zwei Fingern durch.

    Auch ansonsten kein Medium, das sich in Deutschland nicht mit dem Thema beschäftigt hätte. Und die SPD natürlich hoffnungslos überfordert, weil sie es mit einem Mal nicht mit hörigen RLP Quellen zu tun hat.

    Aber genießen wir erstmal den heutigen Tag, Dreyer´s Postillon Auftritt war wirklich überfällig.

    Dreyer | Postillon |


Dienstag, 19. Januar 2016

  • SWR bestätigt offen seine Rolle als Regierungssender.

    Das passt natürlich gut in die jetzige Debatte, dass der SWR auf Druck der Regierung konkurierende Parteien nicht zu TV Terminen einlädt.

    Für unsereins, die wir den unterwürfigen SWR schon länger kennen, ist die Überraschung eher, dass jetzt irgend jemand überrascht ist.

    Boudgoust, Boudgoust - da war doch was?

    SWR und Regierung sitzen eng an eng zusammen in Mainz - da verschwimmen schonmal die Grenzen.

    Die SPD ist seit 1991 ununterbrochen (mit)regierende Partei - die Netzwerke sind inzwischen undurchdringlich. Dass Kurt Beck immer noch beim ZDF - in Mainz! - in führender Position agiert, spricht Bände.

    Trotz allem erlebt das unwürdige Schauspiel heute seinen Höhepunkt, denn so klar wurden die Abhängigkeiten bisher nicht nach außen gespült.

    Peter Boudgoust windet sich jetzt, dass ihm keine Wahl geblieben sei - alternativlos!

    Überlegen wir mal: wie würde ein wirklich unabhängiger Sender vorgehen? Man lädt Politker zu einer Talkrunde ein - wer kommt kommt, wer nicht kommt hat Pech gehabt.

    Soweit die normale Logik.

    In der rheinland-pfälzischen Parallelwelt ist das Rational leicht verschoben: die Regierung sagt, wenn XY auch eingeladen ist, dann komme ich nicht.

    Dass die Regierung nicht kommt, ist für den SWR keine Option. Die Regierung ist gesetzt, egal was passiert. Zu sehr manifestiert sind die Abhängigkeiten, zu offensichtlich das Gefälle von Chef (= Regierung) zu Befehlsempfänger (=SWR). Umso entlarvender die Argumentation von Boudgoust, der im Eifer des Gefechts das Offensichtliche bestätigt.

    Wäre die Stimmung in Deutschland gerade nicht so angeheizt, dann würde sich niemand dafür interessieren. Wir - die Leidgeplagten des Nürburgring Disasters - könnten einige Beispiele aufzeigen, die nach ähnlichem Muster abgelaufen sind. Mal mehr, mal weniger offensichtlich. Der vorauseilende Gehorsam spielt eine große Rolle, denn nach so vielen Jahren Anpassungsarbeit sind konkrete Handlungsanweisungen kaum noch notwendig. Vordergründig versucht der SWR die Mär der Unabhängigkeit zu wahren, aber hinter den Kulissen werden kräftig die Strippen gezogen.

    Die Rheinland-Pfälzer lassen das alles ehrfürchtig über sich ergehen: was im Fernsehen kommt muss ja stimmen. Und die Regierung nutzt das willenlose Verhalten der abgestumpften Bevölkerung nach allen Regeln der Kunst aus. Wir haben es die letzten Jahre erlebt und konnten nicht fassen, dass das in unserer heutigen - angeblich aufgeklärten Welt - in diesem Umfang möglich ist.

    Allerdings kommt jetzt ein interessanter Aspekt dazu, mit dem man in Mainz keine Erfahrung hat und den wir Nürburgring-Kämpfer vergeblich versucht haben zu erreichen: dass die Grenzen von Rheinland-Pfalz überschritten werden und eine zahlenmäßig größere - und hoffentlich kritischere! - Bevölkerung erreicht werden kann.

    Das wird noch interessant 2 Monate vor der Landtagswahl, denn mit ihren erprobten Strategien - aussitzen und zeitgleich die Marionetten in günstige Positionen bringen - werden die Mainzer Schauspieler diesmal nicht weit kommen. Und etwas anderes haben sie noch nie probiert.

    Der angerichtete Schaden ist übrigens enorm, denn der einzige Profiteur des Skandals ist die AfD, die ohne einen Finger krumm zu machen jede Menge Neu-Sympathisanten in ihre klebrigen Demagogenfinger getrieben bekommt. Man kann es den Leuten nicht mal verdenken, denn sie werden vom Establishment weggetrieben - irgendwo müssen sie ja wieder an Land gehen.

    Bei der Gelegenheit sage ich auch schonmal voraus, dass weder Die Grünen noch die SPD ihren Koalitionspartner in Schutz nehmen werden. Weil man sich jeweils die Chancen für eine Regierungsbildung mit der CDU offenhalten möchte. Macht korrumpiert: der eine hält die Hand auf - der andere wirft den Charakter über Bord.

    SWRRLP | SPDRLP | Boudgoust | Kuschelkurs |


Montag, 18. Januar 2016

  • An Sabine kann es nicht gelegen haben: Unter-Brech-Ung bei Top Gear.

    spiegel.de:

    Wie der “Daily Telegraph” am Montag berichtete, hat Evans offensichtlich ein ganz grundsätzliches Problem: Ihm wird beim Dreh im Auto schlecht. So soll Evans bei Arbeiten an der Serie bei Testfahrten in einem Audi R8 V10 einen ungeplanten Brech-Stopp eingelegt haben. Co-Moderatorin und Rennfahrerin Sabine Schmitz fuhr den Wagen, Evans saß auf dem Beifahrersitz und vertrug offensichtlich nicht, wie Schmitz den Wagen über den Mazda Racetrack in Monterey prügelte.

    Kann die BBC der Sabine mal bitte anständiges Personal besorgen!?

    TopGear | Sabine |


  • Nürburgring - damit auch die Nordschleife - jetzt komplett unter russischer Kontrolle.

    Bisher musste Getspeed mit dem 2. Nürburgring Geschäftsführer Adam Osieka alle Entscheidungen am Nürburgring mittragen. Das ist jetzt Geschichte, weil sich die russische Holding freigekauft hat und jetzt niemanden mehr um Erlaubnis fragen muss.

    Zwischen den beiden Geschäftsführern bzw. Beteiligungen haben sich einige Gerichtsprozesse aufgetürmt - nicht gerade üblich, wenn es doch beiden um den gemeinsamen Geschäftserfolg gehen sollte.

    nuerburgring.de:

    Die beiden Gesellschafter der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH (cNBG), GetSpeed GmbH & Co. KG und NR Holding AG, haben ihre Differenzen und rechtlichen Auseinandersetzungen einvernehmlich beigelegt. GetSpeed GmbH & Co. KG hat seinen Geschäftsanteil an der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH deutlich reduziert. Damit gibt GetSpeed GmbH & Co. KG auch ihre Rolle in der Geschäftsführung der Nürburgring-Gesellschaften auf. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Gesellschafter am Freitag, 15. Januar 2016, unterzeichnet.

    Wieviel das die Russen gekostet hat weiss man nicht. Axel Heinemann dürfte froh sein, wenn er mit einem blauen Auge davongekommen ist - man konnte lesen, dass er seine Beteiligung durch einen Bankkredit erst möglich gemacht hat.

    In den Sternen steht auch wie es mit Getspeed weitergeht, die kurze Meldung der CNG lässt vermuten, dass die Beteiligung nicht kompett aufgelöst wurde. Florian Zerfaß meint in der WiWo sie sei auf unter 5% gesunken.

    Ist Euch mal aufgefallen, dass bei vornehmlich gut klingenden Nachrichten seitenweise aufgebauscht wird - am besten noch mit tollen Handschlagsfotos begleitet. Hier zum Beispiel. Aber wenn es beendet wird, dann eher heimlich - da müssen wir schon froh sein, dass sie überhaupt was schreiben.

    Und was bedeutet das Ganze jetzt für den Ring? Noch bevor es zur Landtagswahl im März geht ist Maria Luise Dreyer’s Versprechen (kein Oligarch!) hinfällig. Falls die EU Klagen erfolglos bleiben, geht der Ring in russische Hand über. Bis dahin gehört er - ja wem gehört er denn? - und wird von den Russen gepachtet.

    Wer diese Russen sind? Streng geheim, sogar der Vorzeigefrontmann und Fast-Milliardär Viktor Charitonin hat es nicht für nötig gehalten, sich auch nur einmal der Öffentlichkeit vorzustellen.

    Übrigens, wenn man heute nach Russland googelt, landet man erstmal auf diesem Artikel: Ohne Schmiergeld geht gar nichts.

    Ok, den Gag mit der Schmierstoffindustrie spar ich mir jetzt.

    UPDATE:

    Dieter fasst die Situation einmal zusammen:

    Ein Armutszeugnis für Landesregierung, die in beispielloser Unfähigkeit den Nürburgring aus recht stabiler Lage erst in die Insolvenz getrieben hat, wie auch für die Insolvenzverwalter, die den Ring dann an einen Käufer ohne die nötigen Mittel verschleuderten, um ihn dann in einem fragwürdigen Zweitverkauf in die Hände russischer Investoren zu spielen.

    Charitonin | Getspeed | Osieka | Heinemann |


Sonntag, 17. Januar 2016

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